WOHNEN: Landshut braucht wieder eine aktive kommunale Bodenpolitik.
Städtischer Grund darf nicht zur kurzfristigen Haushaltskonsolidierung verkauft werden. Stattdessen soll die Stadt selbst bauen, um dauerhaft Vermögen aufzubauen. Die Stadtbau GmbH soll dabei als wichtige Akteurin des Wohnungsbaus fungieren und die Wertschöpfung in öffentlicher Hand halten. Grundstücke sind vorrangig an die städtische Wohnungsbaugesellschaft zu übertragen. Bei gewerblichen Neubauten und Bestand sollen – wo möglich – zusätzliche Wohnungen auf Gebäuden oder über Parkflächen entstehen. Ein Beispiel aus München „Dante I“.
In einer älter werdenden Gesellschaft braucht es neue Wohnalternativen, die selbstbestimmtes Leben und aktive Lebensgestaltung ermöglichen. Die Stadt muss auf die wachsende Nachfrage nach individuellen Wohn- und Lebensformen reagieren – auch bei Hilfe- und Pflegebedarf. Dazu gehört die Einrichtung einer Beratungsstelle zur Wohnraumanpassung, etwa für barrierefreie Bäder, Küchen, Treppenlifte oder Handläufe, ebenso wie eine Wohnungstauschbörse. Gemeinschaftliche Wohnformen und Wohngemeinschaften sollen gezielt gefördert werden.
Aktiv bleiben und dazugehören ist ein zentraler Wunsch vieler Seniorinnen und Senioren. Ein großer Teil von ihnen engagiert sich ehrenamtlich für die Gemeinschaft. Dieses Engagement muss von der Stadt gestärkt werden
Der Bestand an Sozialwohnungen ist deutlich zu erhöhen und die Bindungsfristen verlängern.
Leerstand darf nicht länger hingenommen werden. Rund 1.700 Wohnungen stehen in Landshut leer, viele davon seit über einem Jahr. Leerstand soll erfasst. Die Zweckentfremdung von Wohnraum darf nicht akzeptiert werden.
Flächenversiegelung ist zu reduzieren, etwa durch Überbauung großer Parkplätze. Bürokratische Hürden bei Dachausbauten sind abzubauen. Baulücken und Flächen in Entwicklung können zeitweise durch Tinyhäuser genutzt werden.
Zuzug zeigt die hohe Lebensqualität der Stadt, darf aber nicht zulasten der Menschen gehen, die seit Jahren hier leben.